Verbindung des Tool Monitors mit dem Display über ein TCP/IP-Netzwerk

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Verbindung des Tool Monitors mit dem Display über ein TCP/IP-Netzwerk

Wenn der Tool Monitor mit dem Display (oder mit dem PC des NC-Steuerungsbildschirms) über ein in der Werkzeugmaschine vorhandenes TCP/IP-Netzwerk kommunizieren soll, sind im Tool Monitor die entsprechenden  Einstellungen vorzunehmen: Zunächst muss der Tool Monitor mittels Ethernet-Kabel (kein „Cross-Kabel“!) mit einem PC verbunden werden. Anschließend müssen die Netzwerkadaptereinstellungen dieses PCs manuell auf die IP-Adresse zwischen 192.168.0.2 bis 192.168.0.254 (mit der Subnetzmaske 255.255.255.0) eingestellt werden.

 

Sobald der Drehschalter (8) mithilfe eines Schraubendrehers um 90° nach links oder rechts gedreht wird (siehe untere Abbildung), beginnt die rote LED (3) zu blinken und der Tool-Monitor ist neben der werkseitigen IP-Adresse zusätzlich über die IP-Adresse 192.168.0.1 erreichbar.

Techn. Info zum Drehschalter:

Der Drehschalter ist rastend, ohne Anschlag und hat 4 Stellungen. Die 4 Stellungen sind jedoch doppelt belegt, sodass sich nur die beiden Funktionen, „Normalbetrieb“ und „IP ändern“ ergeben.

Die Stellung „Normalbetrieb“ (= Auslieferzustand) erkennt man an der waagerechten Stellung des Schraubenschlitzes.

Die Stellung „IP ändern“ erkennt man an der senkrechten Stellung des Schraubenschlitzes und der währenddessen rot-blinkenden LED (3).

 

Tool-Monitor-Drehschalter

 

Nun muss in einem Browser http://192.168.0.1 eingegeben werden, um das Webinterface des Tool Monitors zu erreichen. Unter dem dort aufgeführten Menüpunkt „Setup“ kann man folgende Optionen des Tool Monitors einstellen:

 

Tool-Monitor-Webinterface

 

Settings via DHCP:

Falls im Netzwerk ein DHCP („Domain-Host-Control-Processor“)verwendet werden soll, muss ein Häkchens im zugehörigen Kontrollkästchen gesetzt werden. Ein im Netzwerk vorhandener DHCP überschreibt die werkseitige IP-Adresse und Subnetzmaske des Tool Monitors.

Bem.: Werkseitig ist das Häkchen nicht gesetzt.

 

Hostname:

Eingabefeld für einen Namen des Tool-Monitors im Netzwerk. Standardgemäß besteht der Name aus dem Kürzel „tm“ (für Tool Monitor) und der Seriennummer des Gerätes.

Bem.: Der Name darf keine Sonderzeichen enthalten!

 

Static IP-Address (Example: 192.168.2.1/20)

Eingabefeld für die gewünschte IP-Adresse. Werkseitige Einstellung: 192.168.2.XX/20. Dabei entspricht „XX“ den letzten beiden Zahlen der Seriennummer, die auch auf dem seitlichen Gehäuse-Aufkleber des Tool-Monitors zu finden ist. Der Zusatz „/20“ gibt Aufschluss über die verwendete Subnetzmaske.

Bem.: Bei Eingabe einer neuen IP-Adresse muss stets die genannte Schreibweise verwendet werden.

Hinter der eigentlichen IP-Adresse folgt das Symbol „/“ und eine Zahl (im Beispiel: „/20“). Die Zahl „20“ steht bspw. für die Subnetzmaske 255.255.240.0 die im Tool-Monitor standardgemäß verwendet wird. Wenn die Subnetzmaske geändert werden soll und/oder nur in der Schreibweise xxx.xxx.xxx.xxx bekannt ist, so findet man im Internet diverse „Subnetz-Rechner“ zum „umrechnen“.  

 

Gateway (Example: 192.168.2.10)

Das sogenannte „Gateway“ stellt die Brücke zur Kommunikation zwischen mehreren internen oder auch externen Netzwerkabschnitten dar. Sofern der Tool Monitor innerhalb eines solchen Netzwerkabschnittes betrieben werden soll, kann hier das entsprechende Gateway eingetragen werden.

Bem.: Werkseitig ist hier nichts eingetragen.

 

Nameserver (Example: 192.168.2.10)

Falls im Netzwerk ein sogenannter „Nameserver“ (auch „Domain-Name-Server“ oder kurz: „DNS-Server“ genannt) existiert, so ist dieser hier einzutragen.

Bem.: Werkseitig ist hier nichts eingetragen

 

Durch Drücken des Buttons „Apply Changes“ werden die getätigten Änderungen übernommen. Sobald der Drehschalter ⑧ wieder in die Position „Normalbetrieb“ (= Schraubenschlitz waagerecht) zurückgedreht wird, stehen die eingegebenen Parameter zur Verfügung.

 

Bem.: Das VNC-Protokoll verwendet den Standard-Port 5900 und muss unbedingt zwischen Tool Monitor und Display erreichbar sein.

 

Bem.: Zum Überprüfen der Erreichbarkeit reagiert jedes SEM-Modul-e2 auf einen „ICMP-Request“. Damit ist ein Gerät über die Netzwerkbefehle „ping“ oder „traceroute“ im Netzwerk lokalisierbar.

 

Nun kann die direkte Verbindung zwischen PC und Tool Monitor entfernt, sowie der Tool Monitor wieder mit dem maschinenseitigen Netzwerk verbunden werden!

 

Bem.: Im SEM-Modul-e2 ist ein SSH-Dienst (Secure Shell Host) eingerichtet, der ebenfalls über den Standard-Port 22 erreichbar ist. Dieser Zugang ist mittels „Private/Public-Key“ gesichert und nur für den Nordmann-Service erreichbar! Falls ein Fernwartungseinsatz über das Internet gewünscht ist, sollte dieser Port am Router (eingehend/ausgehend) geöffnet und die ISP IP-Adresse (aktuell gültige Internet IP-Adresse des Providers) unserem Service-Techniker mitgeteilt werden. Weitere Fragen bezüglich der Fernwartungsmöglichkeiten des Gerätes beantworten wir Ihnen gerne unter service@nordmann.eu.