Externe Schnittanwahl

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Externe Schnittanwahl

Seit der Geräte-Software-Version 2.2.5 ist die (kostenpflichtige) Option „Externe Schnittanwahl“ verfügbar. Ähnlich der „Externen Programmwahl“ fordert die Maschine, in beliebiger Reihenfolge, einzelne Schnitte an. Die Schnittanwahl erfolgt üblicherweise über den Profibus, bei einfachen Anwendungen theoretisch auch analog möglich. In der Praxis kommt die „Externe Schnittanwahl“ bspw. bei der sog. „Chaotischen Fertigung“ zum Einsatz.

 

Exemplarisch wird im Folgenden die Schnittanwahl über den Profibus erklärt:

 

Jedem Schnitt kann, in jeder Messstelle separat, eine eindeutige Nummer zugeordnet werden, binär-codiert, zwischen 1 bis 2147483647 (entspr. 32 Bit).

 

Bem.: Die externe Schnittanwahl ist nur in den Betriebszuständen:  „Überwachung“, „Lernen“ und „Probelauf“ möglich. D.h., im inaktiven Modus des Tool-Monitors erfolgt keine Schnittanwahl.

Bem.: Mehrere Schnitte mit derselben Schnittnummer - innerhalb einer Messstelle - sind nicht zulässig, mehrere Schnittnummern für denselben Schnitt sind jedoch zulässig.

 

Da die externe Schnittanwahl auch für nur eine oder einzelne Messstellen verwendet werden kann, erfolgt das Aktivieren und Konfigurieren - für jede Messstelle separat - über das Menü: Bearbeiten > Messstelle > Ändern

unter dem Reiter „Externe Schnittanwahl“:

 

Externe-Schnittanwahl

 

„Externe Schnittanwahl verwenden“:

Mit dem Setzen des Häkchens wird die Externe Schnittanwahl - auf der aktuellen Messstelle - aktiviert.

 

„Anforderungssignal“:

Mit diesem Signal (Eingangs-Signal des Tool-Monitors) übermittelt die Steuerung die angeforderte Schnittnummer.

 

„Quittierungssignal“:

Dieses optionale Signal (Ausgangs-Signal des Tool-Monitors) quittiert den Schnittwechsel. Sobald der Schnitt gewechselt wurde, sendet das SEM-Modul-e2 selbige Schnittnummer an die Steuerung zurück.

 

„Anforderungssignal startet die Messung“:

Bei gesetztem Häkchen startet der Schnitt bzw. die Messung sofort mit Erhalt des Anforderungssignals. Bei dieser Option ist kein separates SA-Signal erforderlich.

 

„Bei Anwahl nicht vorhandener Schnitte während der Überwachung“:

- „Überwachung beenden“: Sollte die Steuerung eine Schnitt-Nr. anfordern, die dem Tool-Monitor nicht bekannt ist, würde der aktive Überwachungsmodus automatisch beendet.

 

- „Schnitt neu anlegen und lernen“: Sollte die Steuerung eine Schnitt-Nr. anfordern, die dem Tool-Monitor nicht bekannt ist, würde diese Nummer automatisch angelegt und sofort eingelernt.

- „Ignorieren“: Sollte die Steuerung eine Schnitt-Nr. anfordern, die dem Tool-Monitor nicht bekannt ist, würde diese Nummer ignoriert und somit nicht überwacht. Die Überwachung wird mit der nächsten, bekannten Schnitt-Nr. fortgesetzt.

 

 

Schnitt ändern:

Unabhängig von der oben beschriebenen Möglichkeit, einen unbekannten Schnitt automatisch anlegen und einlernen zu lassen, lässt sich ein Schnitt auch manuell hinzufügen oder entfernen, sowie seine Schnitt-Nummer ändern.

Bem.: Bei manuellem Ändern einer Schnittnummer muss auch im NC-Programm die Nummer entsprechend geändert werden, sofern der Schnitt anschließend wieder „gefunden“ werden soll.

 

Das Ändern, Hinzufügen, oder Entfernen einer Schnittnummer erfolgt über das Menü

Bearbeiten > Schnitt  > Ändern unter dem Reiter „Schnittnummer(n)“:

 

Schnitt-ändern

 

Senden einer Schnittnummer:

 

senden-einer-Schnittnummer

 

Legende zum Signaldiagramm:

UA:                Überwachung aktiv (bzw. Probelauf, oder Lernen)

PA:                Programm aktiv (Nordmann-Startsignal von Maschine)

REQ:                Angeforderte Schnittnummer (von Maschine)

SA:                Schnitt aktiv (Nordmann-Startsignal von Maschine)

S.Nr.:                Schnittnummer (Umschaltzeitpunkt Nordmann)

ACK:                optionales Quittierungssignal (von Nordmann an Maschine)

 

Erläuterung zum Signaldiagramm:

Sobald sich das SEM-Modul-e2 im Modus „Überwachung aktiv“, „Probelauf“, oder „Lernen“ (UA) befindet und das Startsignal PA gesetzt ist, kann durch das Senden einer Schnittnummer (REQ) ein Schnittwechsel im Tool Monitor stattfinden.

- Falls die Schnittstelle mit separatem SA-Signal ausgerüstet ist, erfolgt das Tool-Monitor-interne Umschalten auf die geforderte Schnittnummer mit steigender Flanke des gesendeten SA-Signals. (Siehe Signaldiagramm).

- Falls im Reiter „Externe Schnittanwahl“ die Option „Anforderungssignal startet die Messung“ gewählt wurde, startet die Messung sofort mit dem Wechsel der Schnittnummer. Ein evtl. anliegendes SA-Signal wird dabei ignoriert, die Änderung von REQ gilt dann als SA-Signal. Achtung, in dem Fall muss zwingend zu jedem Schnittende die Schnittnummer „0“ gesendet werden!

Optional ist es möglich, dass die von der Maschinensteuerung gesendete Schnittnummer REQ, nach dem Rücksetzen von SA, zur Quittierung wieder zurück gesendet werden kann. Dazu muss die Option „Quittierungssignal“ im Reiter „Externe Schnittanwahl“ gesetzt sein.

 

Bem.: Die Reihenfolge der von der Steuerung angeforderten Schnittnummern kann beliebig sein.