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Sofern Ihr SEM-Modul-e2 mit der Option „Externe Programmwahl“ (Best.-Nr. 2.6) ausgestattet ist, können die benötigten Überwachungsprogramme von der Maschinensteuerung über Datenleitungen angewählt werden. Die folgenden Signaldiagramme zeigen den Ablauf einer solchen Programmwahl. In der Regel wird nur mit einer einfachen Programmnummer gearbeitet.
Senden einer Programmnummer:

Erläuterung zum Signaldiagramm:
Die Maschinensteuerung sendet eine Programmnummer an den Tool-Monitor. Diese Programmnummer steht - wahlweise BCD- oder binär kodiert - als entsprechende High-Low-Kombination an den Optokoppler-Eingänge (A0 bis max. A15) des Tool-Monitors an. Wenn alle 16 Eingänge (A0 bis A15) beschaltet werden, sind im BCD-Format maximal 9999 Programmnummern möglich, im Binärformat maximal 65535.
Sobald die Maschinensteuerung das Signal DG („Daten Gültig“) sendet, liest der Tool-Monitor - im Moment der steigenden DG-Flanke - die anstehende Programmnummer an den Eingängen A0 bis A15 aus und startet die Umschaltung.
Empfehlung: Die Programmumschaltung sollte mit einem sog. „Hand Shake“ programmiert werden. D.h., die Länge des DG-Impulses sollte sich nach der Zeit richten, die der Tool-Monitor für die Umschaltung benötigt:
Sobald der Tool-Monitor die Programmumschaltung erfolgreich beendet hat, wird das Signal DE („Daten Empfangen“) an die Maschinensteuerung gesendet. Unmittelbar nach der steigenden DE-Flanke sollte die Maschinensteuerung den DG-Impuls beenden. Nach Beendigung des DG-Impulses reagiert der Tool-Monitor seinerseits mit dem Abschalten des DE-Impulses. Somit ist der Programmwechsel mit „Hand Shake“ abgeschlossen und der Tool-Monitor (nach einer Signalpause von min. 10 ms) bereit, das Startsignal PA zu empfangen.
Hinweis: Falls - entgegen der Empfehlung (!) - der „Hand Shake“ nicht erwünscht ist, sollte die programmierte Länge des DG-Impulses zwischen 25 bis 100 ms liegen. Außerdem darf die Zeit zwischen DG und dem anschließend folgenden Startsignal PA nicht zu gering sein!
Technischer Hinweis zur Programm-Umschaltung:
Die vom Tool-Monitor benötigte Programm-Umschaltzeit (= Zeitspanne zwischen den Signalen DG und DE) kann geringfügig unterschiedlich sein, sie steigt mit erhöhter „Auslastung“ des Systems. Die „Auslastung“ ist abhängig von der Anzahl vorhandener Programme und deren Umfang, wie bspw. die Anzahl der Messstellen, Schnitte, Grenzen, Messwerte pro Messkurve, angelegte Module, etc..
Fehlermeldungen:
Falls die Signal-Abfolge bei der Programmumschaltung nicht korrekt ist, können folgende Fehlermeldungen auftreten:
„DG wurde gelöscht, bevor DE gesetzt werden konnte“: Diese Meldung wird angezeigt, wenn die Maschinensteuerung das DG-Signal abschaltet, bevor der Tool-Monitor das DE-Signal zurücksendet.
Hinweis: Diese Fehlermeldung führt zum Stoppen des Überwachungsmodus!
"Messung wurde gestartet vor abgeschlossenem Programmwechsel (DE bzw. Quittierungsbyte)":
Diese Meldung wird angezeigt, wenn die Maschinensteuerung das Startsignal PA (oder SA) sendet, bevor der Tool-Monitor das Signal DE abgeschaltet hat.
Hinweis: Diese Fehlermeldung führt zum Stoppen des Überwachungsmodus!