Ansteuerung über Profibus

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Ansteuerung über Profibus

Neben den direkt messenden, analogen Sensoren aus unserem umfangreichen Produktportfolio (Wirkleistung, Drehmoment, Schall u. Schwingung, Weg u. Abstand, Werkzeuglängen- und Werkzeugpositionskontrolle,

Werkstückmaßkontrolle), hat man beim SEM-Modul-e2 die Möglichkeit, digitale Messwerte wie Strom-, Drehmoment- und Wirkleistung von der Maschinensteuerung über den Profibus oder Profinet abzurufen (sofern die Maschinensteuerung dies unterstützt). Wie bei der analogen Ansteuerung gilt auch für Profibus- / Profinet-Anwendungen: Alle erforderlichen Steuersignale müssen im „Signal-Management“ konfiguriert werden.

 

Anschlussschema

 

Anschlussschema

 

 

Pinbelegung

An der Zentraleinheit des SEM-Modul-e2 befinden sich drei 9-polige, female Sub-D Stecker, womit eine Verbindung zum Profibus-Master (Werkzeugmaschine) hergestellt werden kann:

 

Pinbelgegung

 

 

Einbinden der GSD-DATEI "NORD0004.GSD"

 

Im Tool-Monitor SEM-Modul-e2 steht grundsätzlich eine GSD-Datei namens „NORD0004.GSD“ zur Verfügung. Innerhalb dieser GSD-Datei können sowohl die zuvor erwähnten Module, als auch die Profibus-ID ausgewählt werden. Die Auswahl, welche Module im Tool-Monitor einzustellen sind, hängt anwendungsbedingt davon ab, wie viele Stationen überwacht werden sollen und wie viele Ein-/Ausgangs-Signale erforderlich sind. Letztlich ist die Auswahl auch von der Konfiguration des Profibus-Masters und seinen maximal zur Verfügung stehenden Bytes abhängig. Jeder Messwert benötigt beispielsweise jeweils 2 oder 4 Bytes, jedes Ein-/Ausgangs-Signal 1 Bit.

 

Bitte beachten: Bevor der Tool-Monitor (Profibus-Slave) mit der Profibus-Line der Werkzeugmaschine verbunden wird, muss zuerst die GSD-Datei in den Profibus-Master eingebunden werden.

Das Einbinden der GSD-Datei in den Profibus-Master (mittels „Step7“) entnehmen Sie bitte unserem separat erhältlichen Readme-GSD.pdf, sowie der Dokumentation des Steuerungsherstellers.

 

Die Konfiguration der GSD-Datei des Tool-Monitors SEM-Modul-e2 erfolgt in der App Signal Management der Systemsteuerung, unter: [Edit] > [Profibus] > [Controller 1]:

 

Konfiguration_der_Signale

 

Im geöffneten Menü „Profibus Controller 1“ können nun, unter dem Reiter „Allgemein“, die „ID“ und die „Module“ eingestellt bzw. ausgewählt werden (durch Anklicken der jeweils rechts im Eingabefeld angeordneten Auswahltaste).

 

Hinweis: Die Einstellungen „ID“ und „Module“ müssen im Tool-Monitor (Profibus-Slave) und der Maschinen-Steuerung (Profibus-Master) identisch sein.

 

 

Der Reiter „Siemens Compile-Zyklus“ bietet folgende Optionen:

 

Siemens-Compile-Zyclus

 

Falls der Profibus-Typ „Siemens Compile-Zyklus“ verwendet wird, können - für jeden der 8 Kanäle („Achsen“) separat - die gewünschten Werte für „Signal“, „Glättungsfilter“ und „Glättungszeit“ eingestellt werden.

 

Konfiguration der Signale

 

Für analoge als auch Profibus-Signale gilt grundsätzlich: Jedes Signal (Start-, Stopp-, Messsignal, etc.) muss angelegt und benannt werden.

Das Hinzufügen eines neuen Signals erfolgt in der App Signal Management der Systemsteuerung, unter:

[Edit] > [New Signal]:

 

Konfiguration-der-Signale

Im geöffneten Menü „New Signal“ erfolgt zunächst die Eingabe eines gewünschten Namens („Name“),                 z.B. „Start_Station_ 01“, sowie die Auswahl des Signal-Typs („Type“), z.B. „Profibus“.

Nach dem Quittieren mittels der Taste OK gelangt man in das folgende Eingabe-Menü des Signal-Managers:

 

Signalmanager-konfiguration

 

„Comment“:

Hier kann ein eigener Kommentar eingegeben werden.

 

„Direction“:

Auswahl der „Richtung“ („Direction“) des Datenflusses: „Input“ bedeutet Eingangssignal (von der Steuerung zum Tool-Monitor), „Output“ bedeutet Ausgangssignal (vom Tool-Monitor zur Steuerung).

 

„Signal type“:

Legt den entsprechenden Datentyp fest, z.B. ein einzelnes Bit („Bit #0“ bis „Bit #7“, bspw. für normale Startsignale),

oder 1, 2, 4 Byte (bspw. 4 Byte für Messwert bei Siemens-Compile-Zyklus)

 

„Byte order“:

Hier wird die Speicherorganisation (Reihenfolge) der Bytes festgelegt: Bei „big-endian“ wird das höchstwertige Byte zuerst abgelegt, bei „little-endian“ wird das niedrigwertigste Byte zuerst abgelegt.

Bem.: In der Regel wird "little-endian" verwendet.

 

Controller“:

Hier wird eingestellt, welchem Profibus-Controller (1, 2, 3) das Signal zugeordnet sein soll. (Im Tool-Monitor SEM-Modul-e2 können bis zu drei voneinander unabhängige Profibus-Netze eingerichtet werden.)

 

Offset“:

Hier wird die Zuordnung, oder „Nummer des Bytes“, in Bezug auf die konfigurierte Datenbreite eingestellt.

(Bsp.: Siehe Zuordnungs-Tabelle in Kapitel 6.4.6)

 

 

Profinet GSDML-Datei

Ähnlich der GSD-Datei beim Profibus, wird für die Profinet-Anbindung eine sog. „GSDML-Datei“ („General Station Description Markup Language“) benötigt. Die GSDML-Datei (basierend auf XML) beschreibt die für den Datenaustausch relevanten Eigenschaften des Tool-Monitors als Profinet-Teilnehmer.

Die zur Anbindung erforderliche GSDML-Datei wird von uns separat zur Verfügung gestellt.