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[Bearbeiten] > [Nullabgleichsausgang]
Über das Menü [Nullabgleichsausgang] lässt sich der Zeitpunkt des elektronischen Nullabgleichs flexibel bestimmen. Es handelt sich dabei um einen frei konfigurierbaren Ausgang, der über eine horizontal verschiebbare, senkrechte rote Linie angesprochen wird. Sobald die laufende Messkurve diese senkrechte Linie passiert, wird ein 24V-Signal auf den Eingang "Nullabgleich" des Sensorverstärkers geschaltet.
Elektronischer Nullabgleich:
Aus technischen Gründen ist ein elektronischer Nullabgleich in folgenden Sensorverstärkern zwingend erforderlich: "ADDM", "PDA-CU", sowie bei logarithmischen Wirkleistungsmessungen mit den älteren Modulen "WLM" oder "WLM-3". Die genannten Sensorverstärker besitzen einen entspr. Eingang namens "Nullabgleich" ("Zero Adjust"), zwecks korrektem Betrieb der internen Elektronik. Sobald dieser Nullabgleichseingang mit einem 24V-Signal beschaltet wird, startet der Nullabzug. Das 24V-Signal muss während der gesamten Bearbeitungsdauer des zu überwachenden Schnittes anliegen.
Bei den meisten Anwendungen erfolgt der elektronische Nullabgleich standardgemäß zeitgleich mit Erhalt des Startsignales. Das bedeutet technisch, dass der Nullabgleichseingang des Sensorverstärkers parallel zum Startsignal "SA" ("Schnitt Aktiv") verdrahtet ist. Diese Variante hat den Nachteil, dass man keinen Einfluss auf den Zeitpunkt des elektronischen Nullabgleichs nehmen kann. Der Vorteil ist der geringere Aufwand, da man sich nicht mit der Einstellung des Nullabgleichs-Zeitpunktes beschäftigen muss.
Allerdings gibt es Anwendungsfälle, bei denen der Nullabgleich - genau zum Einschaltzeitpunkt des Startsignales - ungünstig bzw. zu früh wäre. Dies ist bspw. dann der Fall, wenn zum Start-Zeitpunkt der Messung - z.B. nach einer Drehzahländerung bei einer CNC-Drehmaschine - noch keine stabile Leerlaufleistung vorhanden ist. In diesem Fall muss der Zeitpunkt des elektronischen Nullabgleichs entspr. später gewählt werden, was sich durch den flexiblen "Nullabgleichsausgang" (entsprechende Verdrahtung vorausgesetzt) realisieren lässt.
In der Praxis wird der Nullabgleichsausgang selten verwendet, weil meist eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
- Stabiler Leerlauf-Messwert zum Startzeitpunkt der Messung. Der elektronische Nullabgleich kann in dem Fall zeitgleich mit dem Startsignal erfolgen, sodass ein flexibler Zeitpunkt mittels Nullabgleichsausgang nicht notwendig ist.
- Lineare Wirkleistungsmessung mit "WLM-3", "WLM-3S", oder lineare Kraftmessung mit dem Sensor "DMS-Kralle". In diesen Fällen ist ein elektronischer Nullabgleich technisch nicht vorgesehen. Der Nullabgleich erfolgt hier per Software, grafisch auf dem Display (s. Kap. Nullabgleich)
Bedienung:
Das Hinzufügen des Nullabgleichsausgangs setzt einen konfigurierten Ausgang sowie die entsprechende Verdrahtung voraus.

Bild 1 - "Nullabgleichsausgang"
Eingabefeld "Ausgang": Nach Drücken der Auswahltaste
erscheint die Liste aller bislang konfigurierten Ausgänge. Der gewünschte Ausgang muss zuvor konfiguriert und mit der Anschlussklemme "Nullabgleich" des Sensor-Verstärkers verkabelt worden sein.
Eingabefeld "Zeitpunkt": Hier kann der gewünschte Zeitpunkt des Nullabgleichs eingegeben werden. Die Eingabe erfolgt über das Anklicken der Minuten, Sekunden und Millisekunden im Eingabefeld und anschließender Einstellung über die Pfeil-Tasten oder mittels Tastatur
.
Nach Bestätigung über die Taste
wird der Nullabgleich hinzugefügt und als senkrechte rote Linie auf dem Display dargestellt. Sobald die laufende Messkurve diese Linie passiert, erfolgt der elektronische Nullabgleich.
Alternativ zur Zahlen-Eingabe kann der Zeitpunkt des Nullabgleichs auch grafisch auf dem Display bestimmt werden. Das Anwählen und Verschieben des Nullabgleichs erfolgt genau so wie das Anwählen und Verschieben einer Grenze.