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[Bearbeiten] > [Erweitert] > [Alarm-Einstellungen]
In den Alarm-Einstellungen können programmbezogene Einstellungen für die Art der Standard- und der externen Alarm-Quittierung vorgenommen, sowie Alarm-Texte verändert oder eigene hinzugefügt werden.
Das Menü [Alarm-Einstellungen] besteht aus den folgenden Untermenüs
- [Alarm-Texte]
- [Externe Alarmquittierung]
- [Standard Alarmquittierung]
[Bearbeiten] > [Erweitert] > [Alarm-Einstellungen] > [Alarm-Texte]
Der "Alarm-Text" ist die Überschrift, welche bei einem aktiv anstehenden Alarm angezeigt wird. Im Menü [Alarm-Texte] hat man die Möglichkeit, eigene Alarmtexte hinzuzufügen oder zu verändern.
Die Auswahl des Alarm-Textes, welcher bei einer Grenzverletzung angezeigt werden soll, erfolgt nicht in diesem Menü, sondern - für jede Grenze separat - unter:
[Bearbeiten] > [Grenze] > [Ändern]. Standardgemäß ist der Alarm-Text "Werkzeug gebrochen" eingestellt.

Bild 1 - Liste der vorhandenen (Standard)-Alarmtexte
Nach Drücken der Taste Hinzufügen lässt sich ein eigener Alarm-Text verfassen. Nach abschließendem Drücken der Taste
wird der Text gespeichert.
Eigens hinzugefügte Alarm-Texte werden nur im aktuellen Programm gespeichert, sie stehen nicht Programm-übergreifend zur Verfügung.
Nach Auswahl des gewünschten Alarm-Textes und anschließendem Drücken der Taste Bearbeiten lässt sich der Text verändern. Nach abschließendem Drücken der Taste
wird der Text gespeichert.
Nach Auswahl eines zu löschenden Alarm-Textes und anschließendem Drücken der Taste Entfernen lässt sich der Text entfernen. Mit abschließendem Drücken der Taste
wird das Löschen wirksam.
[Bearbeiten] > [Erweitert] > [Alarmeinstellungen] > [Externe Alarmquittierung]
"Externe Alarmquittierung" bedeutet, dass ein aktuell anstehender Alarm nicht händisch quittiert wird, sondern über ein externes Reset-Signal. Dieses externe Reset-Signal wird meist von der Maschinensteuerung generiert und auf einen entsprechend konfigurierten Eingang des Tool-Monitors geschaltet.
Im Menü "Externe Alarmquittierung" wird in der Hauptsache festgelegt:
- welches Eingangssignal des Tool-Monitors verwendet werden soll
- wie sich die Grenzen im Alarmfall verhalten sollen (z.B. "unverändert" oder "automatisch anpassen")
- wie die Bearbeitung der Maschine nach der Alarmquittierung fortgesetzt werden soll (z.B. "mit dem nächsten Werkstück" oder "mit dem nächsten Schnitt").
Das Menü "Externe Alarmquittierung" ist in drei Untermenüs unterteilt:
- [Ändern]
- [Hinzufügen]
- [Entfernen]
Im Folgenden werden nur die Einstellungen des Menüs [Hinzufügen] beschrieben, da sich diese nicht von den Einstellungen des Menüs [Ändern] unterscheiden.
[Bearbeiten] > [Erweitert] > [Alarmeinstellungen] > [Externe Alarmquittierung] > [Hinzufügen]

Bild 2 - Externe Alarmquittierung - "Allgemein"
Der Reiter Allgemein :
Eingabefeld "Name": Die Eingabe des Namens erfolgt durch Anklicken des Eingabefeldes und anschließendem Öffnen der Tastatur
.
Auswahlfeld "Signaleingang für ext. Alarmrücksetzung": Die Auswahl des gewünschten Rücksetzsignals erfolgt durch Drücken der Auswahltaste
(rechts außen im Feld).
Das externe Rücksetzsignal muss zuvor in der App "Signal Management" als digitales Eingangssignal konfiguriert und entsprechend verkabelt worden sein.
Checkbox "Nacharbeit auch ohne vorherigen Alarm": Falls bei der Fertigung (z.B. auf einer CNC-Drehmaschine) ein Schnitt wiederholt werden soll ("Nacharbeit"), obwohl kein Nordmann-Alarm vorweg gegangen ist, muss hier ein Häkchen gesetzt werden. Voraussetzung für diese Funktion ist eine entsprechende Schnittstelle. Die Maschinensteuerung muss auch dann einen "Reset"-Impuls senden können, wenn kein Alarm vorweg gegangen ist.

Bild 3 - Externe Alarmquittierung - Verhalten der Grenzen
Der Reiter Alarmquittierung :
Folgende Möglichkeiten stehen für das Verhalten der Grenzen im Falle eines Alarmes zur Verfügung:
Radio-Button: "Die Grenzen sollen unverändert bleiben": Diese Einstellung entspricht - aus sicherheitstechnischen Gründen (!) - der Standard-Einstellung.
Radio-Button: "Die verletzte Grenze soll sich automatisch an diesen Alarm anpassen": Je nach Anwendungsfall kann es hilfreich sein, dass sich die verletzte Grenze automatisch an die Alarm-Messkurve anpasst. Dies sollte jedoch im Einzelfall eher vom Maschinenbediener individuell entschieden werden können.
Eine automatische Grenzanpassung der verletzten Grenze kann im Falle einer externen Alarmquittierung - als Standardeinstellung - ein Sicherheitsrisiko darstellen!
Radio-Button: "Alle Grenzen sollen sich an die Messkurve anpassen": Je nach Anwendungsfall kann es hilfreich sein, dass sich alle Grenzen automatisch an die Alarm-Messkurve anpassen.
Dies sollte jedoch im Einzelfall eher vom Maschinenbediener individuell entschieden werden können.
Eine automatische Grenzanpassung aller Grenzen kann im Falle der externen Alarmquittierung - als Standardeinstellung - ein Sicherheitsrisiko darstellen!
Radio-Button: "Dieses Programm neu lernen": Nach einem Alarm wird das Programm, in welchem sich eine Grenzverletzung ergeben hat, grundsätzlich neu eingelernt.
Ein automatisches Neulernen des Programmes kann im Falle der externen Alarmquittierung - als Standardeinstellung - kontraproduktiv sein! Grund: Beim Neulernen des Programmes werden alle Grenzen verändert, somit auch die jenigen, deren manuelle Positions-Optimierung evtl. aufwendig sein könnte.

Bild 4 - Externe Alarmquittierung - "Art der Fortsetzung"
Der Reiter Art der Fortsetzung :
Nach der Alarmquittierung stehen folgende Möglichkeiten zur Art der Fortsetzung zur Verfügung:
"Erst nach dem Alarmschnitt und Wiederholung der vorangegangenen Schnitte (Nacharbeit):
Bei dieser Art der Fortsetzung hat man die Möglichkeit zur Nacharbeit. D.h., alle vorangegangenen Schnitte können wiederholt werden, ohne aktive Überwachung. Erst ab dem Schnitt, der auf den Alarm-Schnitt folgt, wird die aktive Überwachung fortgesetzt.
Technisch: Das Programm-Aktiv- und das Schnitt-Aktiv-Signal müssen spätestens mit der Alarmquittierung abfallen. Anschließend erwartet der Tool-Monitor wieder den "normalen" Ablauf: Programm-Beginn mit Erhalt des nächsten Programm-Aktiv-Signals und, falls vorhanden, den ersten Schnitt mit Erhalt des folgenden Schnitt-Aktiv-Signals. Alle Schnitte bis einschließlich Alarm-Schnitt werden dabei nicht überwacht.
"Mit einer neuen Bearbeitung ab dem ersten Schnitt":
Diese Art der Fortsetzung entspricht der Standard-Einstellung und ist normalerweise passend für die Maschinen des Typs "Rundtakter" und "Mehrspindler". Bei CNC-Drehmaschinen werden die ggf. restlichen Schnitte nicht mehr überwacht. Allerdings ist die Art der Fortsetzung bei CNC-Drehmaschinen ohnehin davon abhängig, welche Alarm-verursachende Beschädigung aufgetreten und welche Forsetzung Maschinen- und Schnittstellen-bedingt überhaupt möglich ist.
Technisch: Das Programm-Aktiv- und das Schnitt-Aktiv-Signal müssen spätestens mit der Alarmquittierung abfallen. Anschließend erwartet der Tool-Monitor wieder den "normalen" Ablauf: Programm-Beginn mit Erhalt des nächsten Programm-Aktiv-Signals und, falls vorhanden, den ersten Schnitt mit Erhalt des folgenden Schnitt-Aktiv-Signals.
"An dieser Stelle des NC-Programms mit dem nächsten Schnitt"
Bei dieser Art der Fortsetzung bleibt die Überwachung nach der Alarmquittierung für die ggf. noch folgenden Schnitte aktiv. Lediglich der Rest des Schnittes, in welchem die Grenzverletzung entstanden ist, kann nicht mehr überwacht werden.
Technisch: Das Programm-Aktiv-Signal darf durch die Alarmquittierung nicht unterbrochen werden. Das nächste Schnitt-Aktiv-Signal, welches die Steuerung nach der Alarmquittierung setzt, wird vom Tool-Monitor als den Schnitt verstanden, der auf den Alarm-Schnitt folgt.
"Beendigung der Überwachung"
Bei dieser Art der Fortsetzung wird der aktive Überwachungsmodus sofort beendet.
"An dieser Stelle des NC-Programms nach Wiederholung des Alarmschnitts"
Bei dieser Art der Fortsetzung bleibt die Überwachung nach der Alarmquittierung für die ggf. noch folgenden Schnitte aktiv. Der Schnitt, in dem die Grenzverletzung entstanden ist, wird wiederholt, kann jedoch nicht mehr überwacht werden.
Technisch: Das Programm-Aktiv-Signal darf durch die Alarmquittierung nicht unterbrochen werden. Das nächste Schnitt-Aktiv-Signal, welches die Steuerung nach der Alarmquittierung setzt, wird vom Tool-Monitor als den Schnitt verstanden, bei dem der Alarm aufgetreten ist.
Jede Art der Fortsetzung erfordert einen bestimmten Ablauf bzw. Zustand der Start-Signale. Bedingt durch Schnittstelle und Maschine ist ggf. nicht jede beliebige Art der Fortsetzung möglich!
[Bearbeiten] > [Erweitert] > [Alarmeinstellungen] > [Standard Alarmquittierung]
Allgemein gilt: Beim Quittieren eines anstehenden Alarmes muss der Bediener entscheiden
- wie sich die Grenzen im Alarmfall verhalten sollen (z.B. "unverändert" oder "automatisch anpassen") und
- wie die Bearbeitung der Maschine nach der Alarmquittierung fortgesetzt werden soll (z.B. "mit dem nächsten Werkstück" oder "mit dem nächsten Schnitt").
Das hier beschriebene Menü "Standard Alarmquittierung" bezieht sich auf die einstellbaren bzw. hinterlegbaren Funktionen der gleichnamigen Schnellzugriffstaste "Standard-Alarmquittierung".
Die Schnellzugriffstaste "Standard-Alarmquittierung" wird während eines anstehenden Alarmes eingeblendet und dient zur händischen Alarmquittierung.
Falls die Art der Quittierung überwiegend die gleiche ist, hat man mittels der Schnellzugriffstaste "Standard-Alarmquittierung" die Möglichkeit, einen anstehenden Alarm mit nur einem Knopfdruck zu quittieren.
Hinweis: Neben der Schnellzugriffstaste "Standard-Alarmquittierung" wird während eines anstehenden Alarmes auch die Schnellzugriffstaste "besondere Alarmquittierung" eingeblendet. Falls im Einzelfall vom "Standard" der Alarmquittierung abgewischen werden muss, stehen über die Schnellzugriffstaste "besondere Alarmquittierung" alle Arten der Alarmquittierung zur Verfügung.

Bild 5 - Einstellmöglichkeiten für die "Standard-Alarmquittierung"
Grenzen anpassen:
Unter "Grenzen anpassen" kann ausgewählt werden, wie sich die Grenzen im Falle eines Alarmes verhalten sollen.
"Die Grenzen sollen unverändert bleiben": Diese Einstellung entspricht - aus sicherheitstechnischen Gründen (!) - der Standard-Einstellung.
"Die zuerst verletzte Grenze soll sich an ihre Verletzung anpassen": Je nach Anwendungsfall kann es hilfreich sein, dass sich die verletzte Grenze automatisch an die Alarm-Messkurve anpasst. Dies sollte jedoch nicht unbedingt als "Standard" gesetzt, sondern vom Maschinenbediener im Einzelfall entschieden werden, durch Nutzung der Taste "Besondere Alarmquittierung".
Hinweis: Der Zusatz "...zuerst verletzte Grenze..." bedeutet, dass sich sicherheitshalber nur die Grenze anpasst, die zeitlich zuerst verletzt wurde.
Beispiel: Beim Bruch eines Bohrers ergibt sich zuerst eine Messkurvenüberhöhung (= Verletzung der oberen Grenze), unmittelbar danach fällt die Messkurve steil ab und verletzt dabei die untere Grenze. Da die obere Grenze zeitlich etwas früher verletzt wurde, wird nur diese angepasst.
Eine automatische Grenzanpassung der verletzten Grenze kann - als Standardeinstellung - ein Sicherheitsrisiko darstellen!
"Alle Grenzen sollen sich an die ganze Messkurve anpassen": Je nach Anwendungsfall kann es hilfreich sein, dass sich alle Grenzen (auch die, die nicht verletzt wurden) automatisch an die Alarm-Messkurve anpassen. Dies sollte jedoch nicht unbedingt als "Standard" gesetzt, sondern vom Maschinenbediener - durch Nutzung der Taste "Besondere Alarmquittierung - im Einzelfall entschieden werden.
Eine automatische Grenzanpassung aller Grenzen kann - als Standardeinstellung - ein Sicherheitsrisiko darstellen!
"Dieses Programm neu lernen": Nach einem Alarm wird das Programm, in welchem sich eine Grenzverletzung ergeben hat, grundsätzlich neu eingelernt.
Ein automatisches Neulernen des Programmes kann - als Standardeinstellung - kontraproduktiv sein! Grund: Beim Neulernen des Programmes werden alle Grenzen (aller Schnitte, aller Messstellen) verändert, somit auch die jenigen, deren manuelle Positions-Optimierung evtl. aufwendig sein könnte.
Fortsetzung der Überwachung:
Unter "Fortsetzung der Überwachung" kann ausgewählt werden, wie die Überwachung - in Abhängigkeit von der Fertigung - fortgesetzt werden soll, nachdem der Alarm quittiert wurde.
Jede Art der Fortsetzung erfordert einen bestimmten Ablauf bzw. Zustand der Start-Signale. Bedingt durch Schnittstelle und Maschine ist ggf. nicht jede beliebige Art der Fortsetzung möglich!
"Mit einer neuen Bearbeitung ab dem ersten Schnitt":
Diese Art der Fortsetzung entspricht der Standard-Einstellung und ist normalerweise passend für die Maschinen des Typs "Rundtakter" und "Mehrspindler". Bei CNC-Drehmaschinen werden die ggf. restlichen Schnitte nicht mehr überwacht. Allerdings ist die Art der Fortsetzung bei CNC-Drehmaschinen ohnehin davon abhängig, welche Alarm-verursachende Beschädigung aufgetreten und welche Forsetzung Maschinen- und Schnittstellen-bedingt überhaupt möglich ist.
Technisch: Das Programm-Aktiv- und das Schnitt-Aktiv-Signal müssen spätestens mit der Alarmquittierung abfallen. Anschließend erwartet der Tool-Monitor wieder den "normalen" Ablauf: Programm-Beginn mit Erhalt des nächsten Programm-Aktiv-Signals und, falls vorhanden, den ersten Schnitt mit Erhalt des folgenden Schnitt-Aktiv-Signals.
"Erst nach dem Alarmschnitt und Wiederholung der vorangegangenen Schnitte (Nacharbeit):
Bei dieser Art der Fortsetzung hat man die Möglichkeit zur Nacharbeit. D.h., alle vorangegangenen Schnitte können wiederholt werden, ohne aktive Überwachung. Erst ab dem Schnitt, der auf den Alarm-Schnitt folgt, wird die aktive Überwachung fortgesetzt.
Technisch: Das Programm-Aktiv- und das Schnitt-Aktiv-Signal müssen spätestens mit der Alarmquittierung abfallen. Anschließend erwartet der Tool-Monitor wieder den "normalen" Ablauf: Programm-Beginn mit Erhalt des nächsten Programm-Aktiv-Signals und, falls vorhanden, den ersten Schnitt mit Erhalt des folgenden Schnitt-Aktiv-Signals. Alle Schnitte, bis einschließlich dem Alarm-Schnitt, werden dabei nicht überwacht.
"An dieser Stelle des NC-Programms mit dem nächsten Schnitt"
Bei dieser Art der Fortsetzung bleibt die Überwachung, nach der Alarmquittierung, für die ggf. noch folgenden Schnitte aktiv. Lediglich der Rest des Schnittes, in dem die Grenzverletzung entstanden ist, kann nicht mehr überwacht werden.
Technisch: Das Programm-Aktiv-Signal darf durch die Alarmquittierung nicht unterbrochen werden. Das nächste Schnitt-Aktiv-Signal, welches die Steuerung nach der Alarmquittierung setzt, wird vom Tool-Monitor als den Schnitt verstanden, der auf den Alarm-Schnitt folgt.
"An dieser Stelle des NC-Programms nach Wiederholung des Alarmschnitts"
Bei dieser Art der Fortsetzung bleibt die Überwachung nach der Alarmquittierung für die ggf. noch folgenden Schnitte aktiv. Der Schnitt, in dem die Grenzverletzung entstanden ist, wird wiederholt, kann jedoch nicht mehr überwacht werden.
Technisch: Das Programm-Aktiv-Signal darf durch die Alarmquittierung nicht unterbrochen werden. Das nächste Schnitt-Aktiv-Signal, welches die Steuerung nach der Alarmquittierung setzt, wird vom Tool-Monitor als den Schnitt verstanden, bei dem der Alarm aufgetreten ist.
"Beendigung der Überwachung"
Bei dieser Art der Fortsetzung wird der aktive Überwachungsmodus sofort beendet.