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Unter "Überwachungsprogramm", kurz: "Programm“ genannt, versteht man alle Grenz- und sonstigen Geräte-Einstellungen, die zur Fertigung eines bestimmten Werkstückes vom Benutzer vorgenommen wurden und unter einem beliebigen Programm-Namen im Speicher des Tool Monitors SEM-Modul-e2 abgelegt sind.
Die einzelnen Programme können sowohl manuell vom Bediener, als auch automatisch von der Maschinensteuerung (entsprechende Schnittstelle vorausgesetzt) angewählt werden.
Ein "Programm" umfasst jedoch nicht immer alle Werkzeuge und Geräte-Einstellungen (Messstellen, Schnitte, Grenzen etc.) eines kompletten Werkstückes, es kann sich auch nur um ein bestimmtes Werkzeug handeln, welches an der Fertigung eines Werkstückes beteiligt ist.
Bei dem Begriff "Programm" werden zwei Varianten unterschieden:
WerkSTÜCKbezogene Programme:
Die Anzahl der verschiedenen Artikel (Werkstücke), die auf einer Maschine gefertigt werden, entsprechen der Anzahl der Programme im Tool Monitor SEM-Modul-e2. Dabei werden die Programm-Namen meist entsprechend den Artikel-Bezeichnungen gewählt. Jedes Programm setzt sich aus einer- oder mehreren Messstellen zusammen, samt zugehöriger, "eingelernter“ Grenzwerte. Pro Messstelle wiederum können mehrere Schnitte enthalten sein, was typischerweise bei CNC-Drehmaschinen oder Bearbeitungszentren der Fall ist. Bei Mehrspindel-Drehautomaten oder Rundtakt-Automaten bestehen die einzelnen Messstellen meist nur aus jeweils einem Schnitt.
Entsprechend dem zu fertigenden Artikel wählt der Bediener das zugehörige Programm im Tool Monitor aus. Falls noch kein Programm vorhanden ist, fügt er ein neues Programm hinzu und lernt es anschließend ein.
Alternativ zur manuellen Auswahl des Programmes kann dies auch automatisch (entsprechende Schnittstelle vorausgesetzt) erfolgen. In diesem Fall bestehen die Programm-"Namen" nur aus Nummern, die von der Maschine (meist "BCD-codiert") angefordert werden.
WerkZEUGbezogene Programme:
Diese Variante ist normalerweise ausschließlich bei Bearbeitungszentren anzutreffen. Die Anzahl der überwachten Werkzeuge - die zur Fertigung eines bestimmten Artikels erforderlich sind, entspricht meist der Anzahl der Programme im Tool Monitor SEM-Modul-e2. Jedes Werkzeug erhält also seine eigene Programmnummer. Zusätzlich ist bei dieser Variante praktisch immer die sog. "externe Programmwahl" vorhanden. Wenn die Maschine das erforderliche Werkzeug aus ihrem Magazin entnimmt, wird die jeweils zugehörige Programmnummer zum Tool Monitor SEM-Modul-e2 gesendet und somit das Nordmann-Programm automatisch angefordert.
Die einzelnen Programme enthalten oft nur eine einzige Messsstelle (entsprechend einem angeschlossenen Sensor), jedoch meistens mehrere Schnitte.
(s. Kap. Signal Management - App und "Technisches Manual - Tool Monitor SEM-Modul-e2")
Oft wird die "externe Programmwahl" bei Bearbeitungszentren angewandt, wenn die Werkzeuge mehrmals pro Werkstück die gleiche Bearbeitung zu erledigen haben.
Die "externe Programmwahl" kann auch genutzt werden, um automatisch, zwischen verschiedenen zu fertigenden Artikeln, umzuschalten.
Die Option zur "Externe Programmwahl" ist eine kostenpflichtige Zusatz-Option (s. Kap. License - App).