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Die „Driftkompensierte Kurve“ kann eingesetzt werden, wenn ein (Kraft-)Sensor eine zu hohe Wärme-Drift während der Werkstückbearbeitung aufweist, so dass eine "Schieflage" (f) (Bild 6) der Messkurve entsteht. Diese "Schieflage" kann kompensiert werden, indem die Steigung ermittelt und anschließend die gesamte Messkurve wieder in eine waagerechte Position (g) gebracht wird. Zur Ermittelung der Steigung der originalen Messkurve (f) benötigt die Software die jeweilige Höhe in den beiden Bereichen (d) und (e). Die Bereiche (d) und (e) sind flexibel verschiebbar und müssen vor und hinter der Werkstückbearbeitung liegen.
Durch die Driftkompensierte Kurve können die Lernparameter der Grenzen (mit den entsprechenden horizontalen- und vertikalen Abständen zur Messkurve) wieder ordnungsgemäß greifen.
Da die "Begradigung" der driftenden Messkurve erst am Ende der Bearbeitung erfolgen kann, bedeutet das auch, dass ein Alarm erst am Ende des Bereiches (e) erfolgt!

Bild 6 - Die Driftkompensierte Kurve
(d) Vorderer Zeitbereich zum Bestimmen der Steigung der Messkurve
Der Bereich (d) lässt sich - sowohl in seiner Breite, als auch in seiner Position auf der Zeitachse - flexibel einstellen.
Tipp aus der Praxis: Das Ende des Bereiches sollte unmittelbar vor dem Messkurvenanstieg durch die Werkstückbearbeitung liegen.
(e) Hinterer Zeitbereich zum Bestimmen der Steigung der Messkurve
Der Bereich (e) lässt sich in seiner Breite und Position auf der Zeitachse flexibel einstellen.
Tipp aus der Praxis: Das Ende des Bereiches sollte unmittelbar hinter dem Messkurvenabfall am Ende der Werkstückbearbeitung liegen.
(f) Originalmesskurve, noch mit Drift
(g) Driftkompensierte Messkurve
Die „Driftkompensierte Kurve“ wird in der Praxis nur sehr selten eingesetzt.
Grund: Die Grenzen schalten erst am Ende der Werkstückbearbeitung.