Messstellen und Messgrößen

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Messstellen und Messgrößen

 

Der Tool-Monitor SEM-Modul-e2 verfügt standardgemäß über 8 analoge Eingänge (siehe "Technisches Manual Tool Monitor SEM-Modul-e2"). An die 8 analogen Eingänge können ebenso viele analoge Messwertaufnehmer (Sensoren) angeschlossen werden. Die Eingänge des Tool-Monitors SEM-Modul-e2 werden als Messkanäle (kurz: Kanäle) bezeichnet, die wiederum - per Software-Einstellung - einzelnen Messstellen zugeordnet werden.

idee Der Tool Monitor SEM-Modul-e2 wird standardgemäß als 1- bis 8-Kanal-Variante angeboten. Im Gehäuse mit doppelter Baubreite ist er auch mit bis zu 16 Kanälen erhältlich. Eine nachträgliche Kanal-Erweiterung (von 1 auf max. 8 Kanäle, oder von 9 auf max. 16 Kanäle) ist per Eingabe eines "Freischalt-Codes" jederzeit problemlos möglich.

 

Meistens entspricht die Anzahl der angeschlossenen Sensoren der Anzahl der aktivierten Messstellen. Jedoch können auch mehrere Messstellen auf ein- und denselben Kanal zugreifen, um bspw. unterschiedliche Filterungen vergleichen zu können.

Die Messstellen können mit einem Namen versehen werden, um eine bessere Zuordnung zu den überwachten Lagen, Achsen oder Stationen einer Werkzeugmaschine zu ermöglichen (s. Kap. Signal Management - App).

 

Für alle Messwertaufnehmer gibt es eine zugehörige Skala, welche in jeder Messstelle des Tool Monitors SEM-Modul-e2 ausgewählt werden kann. Die verschiedenen Skalen sind so aufgebaut, dass die vom Sensor (bzw. dessen Verstärker-Ausgang) gelieferten Ausgangssignale mit entsprechender Einheit mathematisch korrekt abgelesen werden können.

Grundsätzlich geben die Sensor-Verstärker eine Ausgangs-Spannung zwischen 0...10V aus, proportional zur erfassten Messgröße (z.B. "Schall", "Kraft", "Wirkleistung"). Diese Ausgangs-Spannung (0...10V) wird über die (Bearbeitungs-)Zeit als Messkurve dargestellt. (Die Bearbeitungszeit wird auf der waagerechte X-Achse- und die Messgröße auf der senkrechten Y-Achse des jeweiligen Messfensters dargestellt.)  

Für Schall-Messwerte erfolgt die Skalierung der Y-Achse grundsätzlich logarithmisch (in der Einheit "dB"), während Kraft- und Wirkleistungs-Messwerte meist linear skaliert werden.

(Techn. Anmerkung: Die "Logarithmierung" erfolgt elektronisch im Sensor-Verstärker. Je nach Sensor-Verstärker (teilweise abhängig vom Baujahr) besteht die Option, den Messwert linear oder logarithmisch auszugeben.)  

 

Beispiele, zum besseren Verständnis der logarithmischen Skalierung:

- Einer Veränderung der Messwerte um +6 dB liegt eine Verdoppelung des Messwertes zugrunde.

- Ein Anstieg um +20 dB entspricht einem um Faktor 10 höheren Messwert.

 

 

Tabelle: Messwertanstiege (Beispiele - Vergleich "logarithmisch" und "linear"):

Messwertanstieg

um ... [dB]

Entspricht einem prozentualen Anstieg auf ... %

(Ausgangswert=100%)

0,5 dB

106 %

1,0 dB

112 %

1,5 dB

119 %

2,0 dB

126 %

2,5 dB

133 %

3,0 dB

141 %

3,5 dB

150 %

4,0 dB

158 %

5,0 dB

178 %

6,0 dB

200 %

8,0 dB

251 %

10,0 dB

316 %

12,0 dB

400 %

15,0 dB

565 %

20,0 dB

1000 % (= x 10)

40,0 dB

10.000 %

60,0 dB

100.000 % (= x 1.000)