Grenztypen

<< Click to Display Table of Contents >>

Navigation:  Aufbau Tool Monitor SEM-Modul-e2 >

Grenztypen

Allgemein gilt: Sobald eine Grenze "verletzt" wird, kann eine bestimmte Schaltfunktion ausgelöst werden, z.B. ein Maschinen-Stopp.

Die "Verletzung" einer Grenze bedeutet, dass es sich um einen unzulässig hohen oder niedrigen Messwert handelt, oder das Fehlen eines Messwertes zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Mit der Schaltfunktion die durch eine Grenz-"Verletzung" hervorgerufen wird, kann jedoch auch bspw. eine Vorschub-Verringerung realisiert, ein Zähler hochgesetzt, oder eine beliebige andere Funktion ausgelöst werden.

 

Zur Überwachung stehen verschiedene "Grenztypen" zur Verfügung, z.B. obere-, untere- und Mindestgrenzen. (Alle Grenztypen werden in den anschließenden Kapiteln "fixe Grenzen" und "gleitende Grenzen" ausführlich erklärt.)

Standardgemäß handelt es sich bei allen Grenzen um "fixe Grenzen". Eine fixe Grenze passt sich beim neuen Lernen an die Messkurve an und bleibt so lange "fixiert", bis sie manuell verändert oder erneut eingelernt wird.

idee Bei "fixen" Grenzen ist es jederzeit möglich, manuelle Veränderungen vorzunehmen (sobald sich der Tool Monitor im inaktiven Modus befindet).

 

 

Eine Besonderheit bei den Grenztypen stellen die "gleitenden Grenzen" dar. Sofern die (kostenpflichtige-) Zusatz-Option "Autolearn" vorhanden ist, lässt sich fast jede "normale" Grenze als "gleitende Grenze" ausführen (mit Ausnahme der "Anschnittschwelle" und der "Zeitgrenze"). "Gleitende Grenzen" werden automatisch - während des Überwachungsmodus - an die aktuelle Messkurve angepasst. Die Anpassung erfolgt dabei meist in der Startsignal-Pause.

idee Bei "gleitenden Grenzen" erfolgen (manuelle) Veränderungen ausschließlich über die "Lernparameter". Jegliche "Lernparameter" müssen daher korrekt eingestellt sein, damit eine automatische, laufende Anpassung störungsfrei möglich ist!

idee Definition "Lernparameter": Der "Lernparameter" beschreibt den Abstand zwischen Grenze und Messkurve, den die Software beim neuen Lernen einhalten muss. In den entsprechenden Menüs können prozentuale, frei wählbare Werte eingegeben werden, die sich auf die horizontalen und vertikalen Grenzabstände, sowie die Anfangs- und Endzeitpunkte der Grenzen beziehen.  

 

info Allgemein gilt: Der optimale Grenztyp ist abhängig davon, was genau überwacht werden soll und wie stabil sich die zu überwachende Messkurve verhält. Die Auswahl des richtigen Grenztyps (und der richtigen Grenzposition) ist für eine erfolgreiche Werkzeugüberwachung entscheidend!

 

Im Folgenden werden alle verfügbaren Grenztypen erklärt: