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[Bearbeiten] > [Nullabgleich Messkurve]
Der "Nullabgleich" kann dazu beitragen, die Stabilität der Messkurven zu erhöhen. Dies wird dadurch erreicht, dass ein evtl. schwankendes Grundniveau (z.B. eine schwankende "Leerlaufleistung") zu jedem Messbeginn auf einen festen Wert ("Offset") z.B. "0" gebracht wird. Eine schwankende (Leerlauf-)Leistung kann bspw. bedingt sein, durch: - kalte Elektromotoren, - stark erwärmte Spindellager, - Regler-Unterschiede des Frequenzumrichters.
Der (grafische) Nullabgleich ist nicht zwingend, sein Einsatz hängt vom verwendeten Sensor ab. Bei einigen Sensoren bzw. Sensor-Verstärkern findet bereits ein elektronischer Nullabgleich (punktuell zum Zeitpunkt des Startsignal-Beginns) statt, sodass bei den folgenden Verstärkern normalerweise kein grafischer Nullabgleich erforderlich ist:
- "ADDM" (Verstärker für die Kraft-Sensoren "BDA-Kralle" & "BDA-L")
- "PDA-CU" (Verstärker für den Kraft-Sensor "PDA")
- "WLM-3" (älteres Wirkleistungsmodul, sofern der logarithmische Ausgang verwendet wird)
- bei Schallmessungen ist (wegen der sog. "absoluten Messungen") grundsätzlich kein Nullabgleich erforderlich.
Der Zeitpunkt (oder Zeitbereich) des Nullabgleichs muss so gewählt werden, dass der Nullabgleich während des Leerlaufs der Spindel erfolgt! D.h., der Nullabgleich darf nicht während, jedoch kurz vor dem Anschnitt des Werkzeugs erfolgen. Bei einer mittels Wirkleistung überwachten Spindel muss der Beschleunigungsvorgang (inkl. des "Einpendelns") vollständig abgeschlossen sein. Außerdem sollte die Messkurve zum Zeitpunkt des Nullabgleichs grundsätzlich einen möglichst waagerechten und ruhigen Verlauf aufweisen!
Weitere Informationen zum Nullabgleich: s. Kap. Messstellen und Messgrößen - Nullabgleich
[Bearbeiten] > [Nullabgleich Messkurve] > [Hinzufügen]
Das Untermenü [Hinzufügen] ist nur dann vorhanden, wenn im angezeigten Schnitt bislang noch kein Nullabgleich vorhanden ist. Bei bereits vorhandenem Nullabgleich ist stattdessen das Untermenü [Ändern] vorhanden. Nach dem Öffnen des Untermenüs [Hinzufügen] oder [Ändern] erscheint in beiden Fällen das Fenster "Nullabgleich bearbeiten" (Bild 1).

Bild 1 - "Nullabgleich bearbeiten"
Der Reiter Bereich :
Eingabefelder "Beginn" und "Ende": Unter Zuhilfename der Tastatur
kann hier der gewünschte Anfangs- und Endpunkt des Nullabgleich-Bereiches per Zahlenwert eingegeben werden.
Alternativ zur Eingabe von Zahlenwerten lässt sich der Zeitpunkt oder -bereich des Nullabgleichs grafisch (durch Anklicken und Verschieben) im Messfenster verändern (s. Kap. Grafisches bearbeiten des Nullabgleichs).
Der Reiter Erweitert :

Eingabefeld "Offset": Eingabe des gewünschten Wertes, auf den der Messwert bei Beendigung des Nullabgleichs angehoben oder heruntergezogen werden soll.
Als "Offset" ist standardgemäß "0" voreingestellt, was in der Praxis normalerweise so beibehalten werden kann. Beispiele für ein evtl. Anheben des Offsets:
- Messwert schwankt sporadisch ins Negative, was trotz bei Null beginnender Standardskala zu beobachten sein soll.
- Bei schwankender Leerlaufleistung wird der Offset auf die Höhe des "typischen" Wertes der Leerlaufleistung eingestellt, um evtl. auftretende Abweichungen beobachten zu können.
Checkbox "Gleichrichten nach dem Nullen": Bei gesetztem Häkchen werden Messkurvenanteile, die unterhalb des eingestellten Offsets liegen, "nach oben geklappt", also um die Offset-Achse gespiegelt.
Checkbox "Bei Hinzufügen/Verschieben des Nullabgleichs Grenze anpassen": Bei gesetztem Häkchen erfolgt nach dem Hinzufügen oder jedem Verschieben des Nullabgleichs eine automatische, einmalige Korrektur der Grenze(n). Da ein Hinzufügen oder Verschieben des Nullabgleichs ggf. zu einem vertikalen Verschieben der Messkurve führt, kann dies zu einer Verletzung der Grenzen führen, wenn die Grenzen auf ihren ursprünglichen Positionen verharren würden. Daher erfolgt (bei gesetztem Häkchen) automatisch ein entsprechendes Verschieben der Grenzen, unter Beibehaltung der eingestellten Lernparameter.
Checkbox "Das Ergebnis dieses Nullabgleichs in nachfolgenden Schnitten übernehmen, bis ein neuer Nullabgleich folgt": Der Tool-Monitor ermittelt die Höhe der Messkurven-Amplitude im Bereich des Nullabgleichs, abzüglich des eingestellten Offsets. Dieses Ergebnis wird im weiteren Messkurvenverlauf permanent subtrahiert. Bei gesetztem Häkchen bleibt dieser subtrahierte Wert gespeichert und wird auch bei den nachfolgenden Schnitten (jeweils ab Schnittbeginn) subtrahiert, bis zum Erreichen des nächsten, physisch vorhandenen Nullabgleichs.
Checkbox "Nullabgleich des ersten Schnittes in Folgeschnitte einfügen": Bei gesetztem Häkchen wird der im ersten Schnitt vorhandene Nullabgleich (inkl. seinem gewählten Bereich und Offset) auch in den nachfolgenden Schnitten eingefügt.